“Eine Party ist ein Beisammensein von Leuten die sich nichts zu sagen haben und das auch ausgiebig tun”, sagte einst der deutsche Journalist Gerhard Löwenthal. Wie recht er hatte. Ob in der Vergangenheit, in der Gegenwart oder in der Zukunft wird dies bei Parties so sein. Das Feiern hat sich in den letzten Jahren nicht gross verändert. Zwei wesentliche Punkte sind heute jedoch ziemlich anders.
Erstens: die Musik. House und Techno war Ende der 80er Jahre nicht nur nebensächliche Unterhaltung sondern der wichtigste Punkt des Clubbens. Für viele war die House- und Technoszene gar ein Lebensgefühl. Man liebte die Musik, das stundenlange “Sich-in-der-Musik-verlieren” und das Feiern mit all den anderen Eingeweihten. Man informierte sich über die Musik, die DJ’s und die Produzenten. Die Musik war der Antrieb für das Feiern. Zumindest so lange bis in den 90er Jahren aus den Parties mehr und mehr Events wurden.
Womit wir bei Punkt zwei wären: das Event. Heute muss ein Club ein Event schaffen um noch genügend zahlende Kundschaft anzulocken. Nicht mehr das Tanzen zur geliebten Musik steht im Vordergrund, sondern das Drumherum. Special-Lasershow hier, Riesenrad und Bungee Jumping da. Geschenke und Gratis-Guddies für alle hier, Gratis-Cüpli für Frauen da. Da spielt es keine Rolle, was für Musik läuft. Hauptsache sie dröhnt gewaltig.
Irgendwie schade. Doch bevor es hier zu sehr in die Ecke “Früher-war-alles-besser” abdriftet: zum Glück gibt es auch heute noch Clubs, die hochstehende Musik fördern. Und so, hoffentlich, auch jüngere Feierwütige für das Wesentliche – die Musik – begeistern.