Sie kamen um drei Uhr morgens. Im Schutz der düsteren Winternacht fuhren sie an ihren Zielort. Sie wussten den Vorteil der Dunkelheit zu nutzen, liefen den Hauswänden entlang und standen plötzlich vor der Tür: “Guten Morgen, Stadtpolizei Zürich.”
Nach längerer Zeit haben die Zürcher Behörden wieder einmal ein Exempel statuiert. 300 Menschen wurden bei der Razzia im Club Zukunft kontrolliert. Auf dem Fussboden hat die Polizei dabei, laut eigenen Angaben, folgendes gefunden: “26 Portionen Kokain, 10 Dosen Ecstasy aber auch kleinere Mengen Marihuana und Haschisch sowie drei verbotene Waffen; zwei Schlagruten und ein Springmesser.”
Man kann nun darüber denken was man will. War es den Aufwand – dutzende Polizisten waren im Einsatz – bei diesem Fund wert? In einer Drogenhöhle liegen sicher mehr illegale Substanzen herum. Das soll nicht verharmlosend klingen, aber schon seit jeher wurden Drogen konsumiert. Harte und weiche. Auch die legal erhältlichen Tabak und Alkohol. In der Gesellschaft wie in der Partyszene.

Dass die Polizisten bei “Hinweisen auf Drogenhandel” einen Augenschein nahmen ist auch logisch. Dies ist schliesslich ihre Aufgabe. Genauso wie es die Aufgabe der Clubverantwortlichen ist, den Drogenhandel in ihrem Lokal zu unterbinden. Schockierender als die gefundene Menge Drogen scheint jedoch der zweite Fund: zwei Schlagstöcke und ein Messer. Die wohl unnötigsten Accessoires für den Clubbesuch!
Was lässt sich aus der neusten Razzia in einem Zürcher Club schliessen? Es wurden Drogen gefunden. Die wird man in einem Club jedoch immer finden. Auch bei rigorosen Kontrollen an der Tür. Es wurden Waffen gefunden. Die braucht es in einem Club definitiv nicht! Und drittens: Bleibt zu hoffen, dass die Polizei nun nicht gleich weitere Exempel statuieren will..